Von Melbourne nach Sydney - der Ocean Costal Drive

Montag, 11.02.2019

On the road again!

nicht mit dem Helikoptermit der Autofähre ging es weiter auf nach Phillip Islandund ab ins Wasser Surfstrand mit Rollstuhlrampeein Strand schöner als der andereda lacht das Herz Was will man Meer?

Der Tag auf Phillip Island war wirklich traumhaft schön. Nur Pinguine haben wir nicht gesehen. Das liegt nicht daran, dass es hier keine gibt - im Gegenteil: auf der Insel leben 11000 Menschen und 16000 Pinguine. Nur leider wollten heute gefühlte 20000 Touristen die Pinguine in der Dämmerung sehen. Zu diesem Zweck wurde sogar der Strand abgesperrt und von jedem 40 Dollar einkassiert. Da sind wir einfach wieder umgedreht! Morgen geht unsere Reise an die Strände von Wonthaggi.

Liebe Leserinnen und Leser! Hier haben wir ein Stück vom Paradies gefunden. Vielleicht ähneln sich die Fotos von all den schönen Stränden auf unserem Weg nach Sydney etwas und jetzt kommt es auch noch ganz dicke. Ich habe vom heutigen Tag nur Fotos rausgesucht, auf denen immer einer von uns zu sehen ist. Also sind wir auf allen Bildern voll gut drauf. Ganz schön eitel, aber (wie ich finde) auch ganz schön!

Treppen runter zum BeachSofort die Handtücher ausbreiten Beim Lesen den Bauch gut verdeckenstarker Wind - schöne Wasserfarben SturmfrisurFrank und Eagles Nest heißt dieser Strand auf Erkundungstouralles grau (Felsen, T-shirt, Bart) Sonnenbräune aufgefrischtrundum zufrieden immer schön den Bauch einziehendie Frisur sitzt - bei jedem Wetter

Genießen wir an einem Tag Strandwetter, sieht es am nächsten Tag schon wieder ganz anders aus. Gewitterwolken kündigten einen Wetterumschwung an und wir landeten bei Regen in unserer Unterkunft in Wonthaggi. Unsere Gastgeberin Kathreen begrüßte den Regen für ihren kleinen Obst- und Gemüsegarten, hatte es in dieser Gegend doch seit Weihnachten nicht mehr geregnet. Wir scheinen den Regen hinter uns her zu ziehen, aber so nutzten wir den kommenden Tag zu einem Besuch im Wilsons Promontory National Park.

Naturschutzgebietvertraute Vegetation

Dieses große Naturschutzgebiet im südlichsten Zipfel von Australien ist auch die Heimat für viele Vögel, Wombats, Emus und Wollebies (kleine Kängurus). Trotz einsetzendem Regen zeigten sich einige Wollebies von Weitem. Viele von ihnen sehen aus wie Steiffknopftiere, weil sie so viele Erkennungsmarken im Ohr und sogar Halsbänder tragen. Die Vegetation wirkt für uns mittlerweile schon etwas vertraut. Und die verschiedenen Ausblicke zu den Buchten sind auch mit Wolken sehenswert.

ein bisschen wir Osterhase im Herbstdurch´s Ohr gebrannt?regennasses Fell  tolle Buchten

Danach landeten wir in Port Albert. Hier weht uns eine steife Brise um die Ohren. Wir lassen uns aber nicht vertreiben und bleiben diesmal 2 Nächte am selben Ort, zumal sich Frank etwas „kränklich“ fühlt. Dadurch haben wir wieder einmal die Gelegenheit, etwas auszuspannen, lange zu schlafen und die Eindrücke der letzten Wochen zu verarbeiten.

Unser Haus sieht wie eine Kirche ausganz schöne Flügelspannweite

Plötzlich war der Himmel wieder strahlend blau und Frank fühlte sich bei unserer Abfahrt auch wieder fitter.

gegenüber liegt ein kleiner Hafenmit Pelikanen auf den Straßenlampen 

Dass es in Australien auch einen 90 Miles Beach gibt, wussten wir gar nicht. Und es wäre wirklich eine Schande gewesen, ihn nicht zu sehen. Australiens Licht mit diesen unbeschreiblich brillianten Farben und diese klare Luft – einfach phänomenal.

am 90 Miles Beachwunderschön i´m feeling bluetolles Erlebnis kilometerlang kein MenschTraumstrand keine Zeit zum BadenDanach ist SchlussZeit für einen Kaffee

Manchmal fuhren wir etwas von der Küstenlinie ab und entdeckten kleine Salzseen, die mich ein wenig an die Etosha-Pfanne in Namibia erinnerten. Das Salz glitzerte herrlich in der Sonne.

Salzwüste statt SalzseeSlazkristalle in de Sonne

Einige Zeit fuhren wir an Weideflächen vorbei. Diese Landschaft wirkte schon stark ausgetrocknet und überweidet. Egal in welche Richtung wir fuhren, überall ergab sich dasselbe Bild. Wie muss es dann erst im inneren dieses riesigen Kontinents aussehen?

Australiens Ausmaße sind unfassbarweit, trocken und verlassenendlose Weite in jede Himmelsrichtungdabei noch nicht einmal im Outback

Schließlich kamen wir in unserer nächsten Unterkunft in Paynsville an. Unsere Wohnung ist super, doch das Highlight des Tages war der Besuch auf einer Insel, die wir durch eine kostenlose Überfahrt mit einer kleinen Fähre erreichten. Aber seht selbst – die Fotos sind fast so schön wie die Wirklichkeit.

mit der Fähre auf die Inselklopf auf Holz nur noch ein viertel StündchenErholungsschlafKrallen sind was Feinestief durch die Nase einatmenbitte lächeln es richt so gut nach Eukalyptusgut festhalten  toller Ausblickimmer diese Fotografiererei genug für heute 

Was uns so begeisert hat ist, dass die Tiere hier in ihrer natürlichen Umgebung leben. Sie werden nicht gefüttert, aufgepäppelt oder zahlungswilligen Touristen für ein Foto in den Arm gedrückt. Ja, sie sind noch nicht einmal mit einem Chip im Ohr gekennzeichnet! Darum waren wir auch weder in Sydney noch in Melbourne im Zoo, denn Tiere in Gefangenschaftg kann man schließlich auf der ganzen Welt sehen. Und Hannover hat ja auch einen beeindruckenden Zoo. So ist es ja nicht! Allerdings möchte ich auch nicht verschweigen, dass wir schon etliche Tiere tot am Straßenrand gesehen haben. Wombats und gestern auch ein Wolleby (ich habe es sogar fotografiert). Es ist gut, dass es Einrichtungen gibt, die sich um Tiere kümmern, die durch Autos angefahren wurden, aber das steht auf einem anderen Blatt.

immer die Stange haltenputzmunterzu zweit im Vorgartenzu zweitandere Tiere gibt es ja auch nochalle so schön bunt hier Unterkunft mit plattem Reifen

Am nächsten Tag war das Wetter wieder einmal durchwachsen und unser Autoreifen platt. Wir mussten schon ein paarmal an Tankstellen Luft auffüllen, aber an diesem Morgen war die Luft definitiv ganz raus. Wahrscheinlich haben wir den Wagen schon mit einem Reifenschaden übernommen, aber wir haben ja eine Reifenversicherung abgeschlossen – also kein Problem. Telefonat mit der Schadensmeldestelle, die wir bei einem Schaden anrufen sollen. Dort (wahrscheinlich ein Callcenter) verweist man uns auf den Autovermieter Hertz in Melbourne, wo wir das Auto ja übernommen haben. In Melbourne verweist man uns an die Hertz-Autovermietung in Bairnsdale (nur 20 Kilometer von unserer Unterkunft entfernt). Die fühlen sich nicht zuständig und haben auch keinen Ersatzwagen für uns. Nach weiteren Versuchen schickt man uns den Straßen- und Pannendienst, der nach einer Stunde auch kommt und den Reifen wechselt. Wir hätten den Reifen auch gegen das Reserverad wechseln können, aber nachher hätten wir den Wagenheber noch falsch angesetzt und einen teureren Schaden verursacht. Die Aktion kostet uns nichts, wie der australische Gelbe Engel uns versichert. Wir sind erleichtert und bekommen den Tipp von ihm, doch einfach selbst zu einem Reifenhändler in Bairnsdale zu fahren und den Reifen reparieren zu lassen (einen Schlauch wie bei einem Fahrradreifen einziehen lassen). Das wäre die günstigste Lösung. Ansonsten müssten wir einen Ersatzwagen bekommen und das kann dauern. Gesagt – getan. Doch leider konnte der Reifen nicht mehr repariert werden. Das Loch war zu groß! Ein Metallteil, das aussieht wie ein Schraubendreheraufsatz für Akkuschrauber, steckte im Reifen. Für 175 Dollar gab es einen neuen Reifen. Der Reifen verschwand aber sofort im Kofferraum, weil der Reifenhändler mehrfach betonte, dass der Ersatzreifen ein vollwertiger Reifen sei, den man nicht wechseln müsse. Auf unseren Wunsch hin wurde auch noch der Reifendruck bei allen vier Reifen überprüft – und siehe da: auch die anderen Reifen hatten einen zu geringen Druck. Nur der Ersatzreifen aus dem Kofferraum war viel zu stark aufgepumpt. Am Abend telefonierten wir dann mit dem Versicherer CarDelMar in Deutschland. Ein netter junger Mann am anderen Ende der Leitung verunsicherte uns etwas. Ja, sagte er, wir hätten tatsächlich eine zusätzliche Reifenversicherung abgeschlossen, die zahlt aber nur, wenn der Autovermieter die Reparatur in Rechnung stellen würde. Wir haben den Reifenhändler aber schon aus eigener Tasche bezahlt. Außerdem würde Hertz sicher von uns noch Gebühren verlangen, das wäre so üblich. Wofür konnte er uns nicht sagen! Auch der Hinweis, dass Abschleppkosten grundsätzlich nicht erstattet werden, verunsicherte uns. Der Mann vom Pannendienst hat uns zwar nicht abgeschleppt, erzählte aber, dass seine Kosten für Anfahrt und Reifenwechsel von Hertz bezahlt würden. Wir rechnen damit, dass uns Hertz dies in Rechnung stellt. Wahrscheinlich mit 175 Dollar. Dann hätten wir uns die Zusatzversicherung sparen können. Aber warten wir es erst einmal ab. Jedenfalls rollten wir am heutigen Morgen mit neuem Gummi neuen Abenteuern entgegen. Am Lake Entrance legten wir nur einen Fotostopp ein. Immer wieder fanden wir fast unberührte Strände – der Wind verlangte dabei, dass wir uns ihm entgegenstellten. Unsere Windjacken blähten sich wie Segel eines Traumschiffs. Und als Sahnehäubchen haben wir zum Schluss noch eine Unterkunft mir einem tollen Blick auf eine Wiese bekommen. Und was ist auf der Wiese? Wir haben 50 Kängurus gezählt, vielleicht sind es sogar mehr gewesen. Jetzt fehlen nur noch ein Paar Wombats auf meiner Wunschliste.

Auf dem Princes HighwayIch liebe das Meer Sonne, Meer und WindWiundjacke - nicht wattiert das ist unser Lieblingsfotodas ist unser Lieblingsehemannsa muss man sich doch einfach hinlegen das Leben ist schönnein, das ist unser Lieblingsfoto so wissen wir, wo wir wareninzwischen ist der Bart wieder ab Überleben nach dem Feuerwer kann dazu schon nein sagen? Franks FotoschootingDas ist für Australier ganz normal Für uns ist das ein WunderAbendstimmung von unserem Bett aus

Von nun an wird es bis Sydney wahrscheinlich nur noch Fotos von schönen Stränden geben. Das ist hoffentlich für unsere Leserinnen und Leser nicht zu langweilig, aber in Anbetracht des Wetters in Deutschland vielleicht auch nicht! Teilweise haben wir die Strände ganz für uns allein - teilweise können wir Surfern beim Wellenreiten zuschauen. Nie sind die Strände wirklich voller Menschen, dafür gibt es einfach zu viele schöne Buchten und zu wenig Einwohner. Die Sommerferienzeit der Kinder ist hier inzwischen ja auch vorbei, so lange sind wir schon auf der anderen Seite der Welt, dass hier wohl bald der Herbst Einzug hält. Allerdings sind die Wiesen und Bäume im Gegensatz zum Landesinneren an der Küste noch saftig grün. Die Unterkünfte entlang des Princes Highways sind inzwischen gebucht. Und wir haben den Rat meiner Mutter befolgt und auch mal ein Hotel reserviert, obwohl die Wohnungen über Airbnb wirklich fast immer toll waren! In Sydney werden wir wohl erst am 19. Februar landen. Am 20. müssen wir das Auto ja wieder abgeben. Aber heute ist ja erst der 14. Februar 2019.

Edenlang, länger, am längsten einsetzende Flutund noch ein Strand

Inzwischen wissen wir, dass in Deutschland der Frühling ausgebrochen ist. Bei Michi und Volki in Hannover blühen schon die ersten Pflanzen auf dem Balkon. Wir wissen nicht, ob dieser Anblick schon als Farbrausch zu bezeichnen ist, aber hier taucht dieses magische australische Licht wirklich alles in ein Farbenmeer. Bei all den Stränden auf unserem Weg fällt es schwer, sich die Namen zu merken. Aber eigentlich spielen die Namen auch gar keine Rolle. Einer ist schöner als der andere. Erwähnen möchte ich nur den Strand von Eden. Diesen Strand kannten wir schon von unserer Kreuzfahrt. Ihr erinnert euch: Wir waren für ein paar Stunden in Eden und sind den langen Strand entlanggelaufen, vorbei an einem Friedhof und später auch am Killerwal-Museum. Auch dieses Mal haben wir das Museum nicht besucht. Wir möchten lieber noch weitere Strände entdecken.

French Cafe in Tilba Tilbaabgeteilte Badezone im Hafen

Zwischendurch gibt es immer wieder einen Latte (Lathe), diesmal in Tilba Tilba, eine Ansammlung von alten Häusern. Der Ort wirkt mit seinen paar alten Gebäuden wie ein "living museum". Das Cafe wird von einer Französin betrieben, die sich in das Land verliebt hat und als Einwanderin ihren französischen Akzent nicht verbergen kann. Wir haben nett mir ihr geplaudert und einiges aus ihrem Leben erfahren. Solche Begebenheiten sind immer wieder schön. Auch bei unseren letzten "Hosts" hätten wir gern länger mit ihnen geplaudert. Sie sind von Südafrika aus vor vielen Jahren eingewandert, aber leider mussten wir nach einer Nacht schon weiter fahren bzw. auch mal wieder wandern.

zwischendurch eine Wanderungbestimmt 2 Meter lang

Als ein großer Varan (oder wie man diese Tiere auch immer nennt) unseren Weg kreuzte, hatten wir doch etwas Muffe. Ihre Bisse und die scharfen Krallen sollen Menschen angeblich schlimme Wunden zufügen können.

ein Lieblingsmotivmerkwürdige Früchte

Da sind uns die farbenprächtigen Vögel doch viel angenehmer. Und Farbe gibt es hier ja im ÜberFLUSS und im Meer. Aber auch das satte Grün und die Dichte der Wälder haben es uns angetan.

glasklares WasserStrände aus der Ferneeine Bucht nach der anderen immer wieder andere SandfarbenPrinces Highway durch dichte Wälder

Schön sind auch die Namen der Orte, die wir passieren. Heute am Samstag, den 16. Februar war es z.B. Ulladulla. Schließlich erreichten wir unser Motel mit einer schönen Aussicht. Morgen geht es dann aber weiter zur Jervis Bay. Hier soll es die weißesten Strände Australiens geben. Das kann ich nicht so richtig glauben, denn als wir in Cairns zum Schnorcheln waren, wurde damit geworben, dass man sich von einem Hubschrauber auf die weißesten Strände der Welt absetzen lassen kann. Egal - ich freue mich schon auf morgen! In einem Heft habe ich 3 Seiten herausgetrennt. Darauf sieht man 100 Strände allein in dieser Region.

Strändetolle ...schöne ...

unser Motelzimmertoller Blick vom Bett aus

Viele Stunden haben wir heute am Sonntag am Hyams Beach in der Jervis Bay verbracht. Wunderschön. Davon gibt es in der Jervis Bay sehr viele. Wir landeten am "weißesten Strand" der Bucht. Dass dieser etwas besonderes ist, konnte man daran merken, dass außergewöhnlich viele Besucher da waren, vor allem junge australische Familien mit kleinen Kindern und Paare. Schließlich ist Sonntag und da scheint der Hyams Beach besonders begehrt zu sein. Vor allem war auffällig, dass viele Selfies und Fotos vom Sand und vom Wasser gemacht wurden. Wir waren da keine Ausnahme.  

Strand der Reichen oder Schönenwunderbar schon von der Straße atemberaubendkaribisch ... Hyams Beach Blick bis zum offenen Meer

Trotz Sonnenschutzfaktor 50 hatten wir doch etwas Sorge zu verbrennen und so ging es mit Durst auf einen Kaffee in ein Lokal mit Rundumblick auf die Bucht. Vielleicht kommen wir heute Abend noch einmal zum Dinner hier her. Morgen geht es dann schon nach Sydney, natürlich nicht, ohne den letzten Rest Superküste abzufahren. Wir wollen die insgesamt letzten knapp 200 Kilometer an einem Tag bewältigen, denn am Abend erwartet uns in Darlinghurst (ein Stadtteil im Zentrum) ein wunderschönes kleines Steincottage aus der Gründungszeit zu unserer alleinigen Nutzung. Es ist teurer als unsere bisherigen Airbnb-Unterkünfte, aber unsere erste große Reise neigt sich langsam dem Ende zu und unsere Reisekasse gibt das noch her. In Sydney werden wir dann bis zum 22.2.2019 bleiben. Wir haben nämlich tatsächlich schon einen Flug für den 22.2. fest gebucht. Wir nähern uns Deutschland damit deutlich. Schade, dass wir in Sydney die Schwulenparade am 3.3. nicht mehr mitbekommen werden, aber in Melbourne war die Demo ja auch sehr schön.

Heute am Montag, dem 18.2 sind wir zügig aus unserer nicht so tollen Airbnb-Wohnung aufgebrochen. Das Bett war super bequem, doch die Art Waschküche mit ein paar Küchenutensilien und das kleine Bad hatten schon bessere Zeiten gesehen. Trotzdem war Vincentia, dieser kleine Ort an der Jervis Bay ein toller Ausgangspunkt (wie oben berichtet). Wir hatten für die letzten 200 Kilometer nicht mehr viel auf dem Schirm, wollten aber dennoch so oft wie möglich an der Küste entlangfahren. Und das haben wir auch gemacht. Unser erster Halt war Kiama, wo es ein "Blowhole" geben soll, eine Felsspalte mit Öffnung, aus der das Meer 60 Meter in die Höhe schießen kann. Eben nur nicht, wenn wir kommen, denn vielleicht war Ebbe oder zu wenig Wind, bei uns blieb das Loch trocken. Dennoch ein schöner Ausblick auf die Küste.

da kam nichts rausBlick auf die BuchtKiama Leuchtturm

Und dann ging es die kurvenreiche Küstenstraße entlang, die uns an die 101 Nationalstraße in Kalifornien erinnerte, die von San Francisco nach Los Angeles führt. Mit ein paar wenigen wunderschönen Ausblicken war diese Strecke aber etwas sparsamer mit Highlights. Die Sea Cliff Bridge und der Ausblick vom Berg auf die Küstenlinie waren atemberaubend, aber auch die einzigen Momente, in denen man dem Vergleich mit Amerika nahekommt.

Coastal Roadkurvenreich Sea Cliff Bridgetosende Brandung

Jetzt liegen wir schon im Bett unserer tollen Wohnung in Sydney. Das Steinhaus stammt von 1850 und liegt sehr zentral, nur ein kurzer Weg von unserem anderen Appartment in der Oxfordstreet im 13. Stock entfernt, das wir vor so vielen Wochen bezogen hatten. Somit kennen wir uns schon ganz gut in der Gegend aus. Wir waren auch gleich bei ALDI und haben ordentlich eingekauft. Frank hat Nudeln mit Bolognese gekocht. Morgen gibt es Beef und übermorgen Chicken. Außerdem treffen wir uns morgen mit Margie und Ross (unseren Vermietern in Avalon zu Beginn unseres Australienurlaubs). Wir haben ja noch das Auto und können daher gut zu den nördlichen Stränden von Sydney aufbrechen und die beiden kurz besuchen. Auf dem Weg nach Sydney wollten wir heute eigentlich noch in die Botany-Bucht nach Botany fahren, weil der Ort so einen geschichtsträchtigen Namen hat. Wir sind aber nur bis zum Flughafen gekommen und haben uns dann verfahren. Manchmal lässt uns sogar unser Navi im Stich. Kurzentschlossen waren wir dann am Bondi-Beach, dem bekanntesten Strand überhaupt. Wir hatten ihn ja schon einmal mit Ross gesehen, als wir die Kunstausstellung am Meer besucht hatten.

Bondi-Beachmannhoch

Diesmal stürzten wir uns mit vielen anderen in die hohen Wellen, aber für mich ist das nichts! Hohe Wellen, die über mir zusammen schlagen, sind genau so grauenvoll wie zu hohe Luftfeuchtigkeit bei hohen Temperaturen. Und genau das erwartet uns wohl am 22.2., wenn wir nach Thailand fliegen. Aber angeblich soll für Euröpäer jetzt die beste Reisezeit dorthin sein. Warten wir es mal ab. Unser Hotel dort ist übrigens nur 10 Kilometer vom Tsunamidenkmal entfernt, das an die schreckliche Katastrophe von 2004 erinnert. Seitdem gibt es dort wohl die modernsten Frühwarnsysteme für Tsunamis überhaupt.

(Wir haben jetzt auch die Bilder eingefügt, also, noch mal zurück.)